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Willkommen im Radportal des
Naturparks Frankenwald!

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Wir freuen uns, Ihnen aus dem reichen Angebot an Radtouren im Frankenwald eine vielfältige Auswahl präsentieren zu können. Sie soll Ihnen die Entscheidung erleichtern, je nach Vorliebe und Trainingsanspruch die für Sie bestgeeigneten Routen auszuwählen. Das Radportal entstand in Kooperation mit der Region Karlsbad und ist gefördert aus
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"Rad-Erlebnis Grünes Band" im Naturpark Frankenwald

20 Jahre nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" bietet die ehemalige innerdeutsche Grenze ein besonderes Natur- und Geschichtserlebnis für Radler und Biker.

 
"Rad-Erlebnis Grünes Band" im Naturpark Frankenwald

20 Jahre nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" bietet die ehemalige innerdeutsche Grenze ein besonderes Natur- und Geschichtserlebnis für Radler und Biker.

Noch vor 20 Jahren standen sich am "Eisernen Vorhang", der nicht nur Deutschland, sondern Europa teilte, Machtblöcke mit politisch und wirtschaftlich völlig entgegengesetzten Konzepten gegenüber. Was nicht alle wissen: Im weitestgehend störungsfreien Schatten der militärischen Sperranlagen entstand ein wertvoller Biotopverbund, der einen Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten bietet. "Grünes Band" nennt man diesen Biotopverbund, den längsten seiner Art in Deutschland. Mit neuen Angeboten macht der Naturpark Frankenwald gemeinsam mit den Nachbar-Naturparken Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale das Grüne Band als nationales Natur- und Geschichtserbe auch für Radfahrer erlebbar. Drei Touren sind dabei besonders Geeignet, das Grüne Band zu entdecken:

Auf den Spuren des "erwürgten Mockerls" (Tour 1; 45km)

Radfahrer können Regionalzüge der Frankenwaldbahn als "Schlepplifte" nutzen, um von Kronach an den rund 350 Meter höher gelegenen Ausgangspunkt Steinbach am Wald zu gelangen. Von dort verläuft die Tour entlang des Rennsteigs und des Grünen Bandes, die ehemalige deutsch-deutsche Grenze wird mehrmals überquert. Auf der Strecke erfahren Radler viel über die Naturparke am Grünen Band, seltene Tier- und Pflanzenarten, die Glas- und Porzellanherstellung, die Köhlerei und die ehemalige Tettautalbahn, im Volksmund "Tettauer Mockerl" genannt. Durch den Stacheldraht der Grenze wurde das Mockerl, das jahrzehntelang die Industrie des "Tettauer Winkels" mit Rohstoffen versorgt hatte, dann abrupt "erwürgt". Keinesfalls erwürgt, sondern liebevoll aufgezogen, werden die Mockerl (Kälber) einer Nutztierrasse, die erst seit 1980 im Frankenwald heimisch ist und in zunehmendem Maße in der Landschaftspflege eingesetzt wird: das optisch beeindruckende Schottische Hochlandrind. Sehenswert auf dem Rückweg nach Kronach ist ein ehemaliger Grenzübergang in Heinersdorf, an dem ein 50 Meter langer Abschnitt der Mauer in "Berliner Bauart" aus Beton erhalten geblieben ist.

Durch den idyllischen "Franken(ur)wald" (Tour 2; 40 km)

Eine weitere Tour führt von Steinbach am Wald bis ins Bayerische Staatsbad Bad Steben und durchquert dabei reizvolle und geschützte Naturlandschaften, in denen seltene Vogelarten beheimatet sind. Unterwegs erhalten Radfahrer Informationen über den Schiferabbau im Thüringisch-Fränkischen Schiefergebirge. Besonders eindrucksvolle Streckenpunkte sind die Stätten des Schieferabbaus mit Technischem Denkmal in Lehesten, der Wetzsteingipfel mit dem Altvaterturm und der Kulmberg mit dem ihn umgebenden "Franken-Ur-wald", einem Laubholz-Mischwald mit Bergahorn, Rotbuche und Gemeiner Esche. Derart naturnahe Wälder mussten andernorts im Frankenwald meist reinen Fichtenkulturen weichen. Am Ende der Strecke erreicht man das malerische und höchstgelegene Bayerische Staatsbad Bad Steben, wo man den Tag im Kurpark oder in der Therme entspannt ausklingen lassen kann.

Auf Zeitreise nach "Little Berlin" (Tour 3; 57 bzw. 49 km)

Beginnend am geschichtsträchtigen Bahnhof in Hof, wo im Herbst 1989 die ersten Züge mit DDR-Flüchtlingen aus der Prager Botschaft im Westen ankamen, führt die dritte Radtour ins flachhügelige Bayerische Vogtland an die Landesgrenze zu Sachsen. Dort ist noch immer der Bereich zu erkennen, in dem sich von November 1989 bis Juni 1990 die damals neu eingerichtete Grenzkontrollstelle befand. Weiter geht es vorbei an Blosenberg, wo zwei Wachtürme von der ehemaligen DDR-Grenze zeugen, nach Gutenfürst. Der Bahnhof dieses Dorfes an der Strecke Hof-Plauen war zu DDR-Zeiten eine Grenzübergangsstelle. Die Tour führt entlang des Grünen Bandes wieder in Richtung Bayern und durch einen wertvollen Lebensraum für seltene bodenbrütende Vogelarten zum Drei-Freistaaten-Stein. Hier grenzen Bayern, Thüringen und Sachsen aneinander. Von dort geht es nach Mödlareuth, das die Amerikaner "Little Berlin" nannten. Wie kaum in einem anderen Ort ist hier zu sehen, wie eine über Jahrhunderte gewachsene Siedlungsstruktur durch Mauer und Stacheldraht zerschnitten wurde. Im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth mit seinem Freigelände wird die Zeit der Teilung authentisch in Erinnerung gerufen. Die Radtour endet nach einer Fahrt entlang des Grünen Bandes und der Saale im Selbitztal bzw. in Bad Steben mit Bahnhofanschluss.

Detaillierte Informationen zu den Radtouren am Grünen Band finden Sie hier in unserer Tour-Auswahl unter Familientouren oder im kostenlosen Tourenführer "Erlebnis Grünes Band" (erhältlich bei Frankenwald Tourismus).